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Jusos: Lohndiskriminierung bekämpfen!

Pressemitteilung

Zum heutigen „Equal Pay Day“ erklärt der Vorsitzende der Jusos Ludwigshafen David Schneider: „Lohndiskriminierung ist weder aufgrund des Geschlechts, noch aufgrund des Alters, noch wegen irgendwelchen anderen Dingen zu akzeptieren!“

Die Ludwigshafener Jusos kritisieren die Pläne der schwarz-roten Bundesregierung und Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) beim Mindestlohn unter 18-Jährige außen vor zu lassen. „Wir brauchen einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn ohne Ausnahmen! Unter 18-Jährige beim Mindestlohn außen vor zu lassen ist zum einen ungerecht, zum anderen sehen wir Jusos dabei die Gefahr, dass einfache Hilfstätigkeiten künftig nur noch von der Altersgruppe U18 gemacht werden und alle älteren Beschäftigten verdrängt werden. Beispiele dafür liefern die Niederlande und Dänemark“, erklärt der Juso-Vorsitzende David Schneider.

 

Die Befürchtung von Nahles, Jugendliche könnten sich gegen eine betriebliche Ausbildung und für Hilfsarbeiter-Jobs mit Mindestlohn entscheiden, teilen die Jusos Ludwigshafen ausdrücklich nicht. „Schulabgänger sind klug genug, um zu wissen, dass eine solide berufliche Ausbildung für ihre Zukunft von Vorteil ist. Hilfsarbeit ist nicht attraktiver als eine solide Berufsausbildung“, so das Juso-Vorstandsmitglied Elena Simon, die gerade ihren Schulabschluss gemacht hat. „Gleichzeitig halten wir an der Forderung nach einer Mindestausbildungsvergütung fest“, ergänzt Schneider.

Traditionell ist beim „Equal Pay Day“ die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern das Thema. Auch im 21. Jahrhundert verdienen Frauen noch 22 Prozent weniger als Männer. Selbst wenn man diese Lohnlücke um individuellen Faktoren wie der wöchentlichen Arbeitszeit, der Branche oder der Hierarchiestufe bereinigt, bleibt eine bereinigte Lohnlücke von rund 8 Prozent.
„Wir Jusos machen uns für das Prinzip »Gleicher Lohn für gleiche Arbeit« stark. Zumindest die bereinigte Lohnlücke ist eindeutig Lohndiskriminierung. Dagegen hilft nur ein Entgeltgleichheitsgesetz, das mehr Transparenz herstellt und verbindliche innerbetriebliche Verfahren gegen Lohndiskriminierung vorsieht“, erklärt dazu das Juso-Vorstandsmitglied Svenja Lüdtke.

 

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