Jusos Vorderpfalz

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Veröffentlicht in Aktuell
am 04.03.2022 von Jusos Speyer

Der veröffentlichte Meinungsbeitrag von Christian Berger mit dem Titel „Jugend mit Scheibe vorm Kopf“ zum dazugehörigen Artikel „Mehr wilder Müll in der Pandemie“ in der Ausgabe der Speyerer Rundschau vom 01. März 2022 kann meines Erachtens in dieser Form nicht stehengelassen werden.

Die Vermüllung der Landschaft, die nach städtischen Berichten durch die Pandemie zugenommen haben soll, alleine der Jugend in die Schuhe zu schieben, finde ich als junger Erwachsener eine Frechheit. Wir brauchen nicht zu meinen, dass die große Mehrheit der Erwachsenen und Älteren in unserer Gesellschaft so tugendhaft lebt, wie man hier meint. Es gibt quer durch die Altersschichten hindurch tugendhafte sowie tugendlose Menschen. Das hat zunächst einmal nichts mit dem Alter zu tun.

Es gibt auch genügend erwachsene Menschen, die ihren Müll in die Landschaft werfen und denen die Folgen für die Umwelt völlig egal zu sein scheinen. Alleine auf der Jugend wegen verstärktem Müll herumzuhacken, entspricht einfach nicht der Realität in Deutschland.

Auch ich sehe in Teilen unserer Gesellschaft einen Verfall von Werten und Tugenden. Manche Tugenden der Vergangenheit sind verschwunden und neue Tugenden kamen hinzu. Es aber hinzustellen, als hätte dies erst bei den jungen Menschen in unserem Land angefangen, entspricht nicht der Wirklichkeit. Wenn man den Verfall der Tugenden bei der Jugend ankreidet, hat man eine Stufe höher anzusetzen – nämlich bei den Eltern.

In meiner Kindheit wurde ich erzogen, dass man keinen Müll in die Landschaft wirft. Wenn man mal eine Brezel oder ein Eis im Becher bekommen hat, hieß es: „Das wirft man nicht einfach irgendwo hin, sondern behält es, bis der nächste Mülleimer in Sicht ist.“ Das hat etwas mit Erziehung zu tun und wenn die Eltern dies ihren Kindern nicht beigebracht haben, müssen wir noch früher ansetzen, und zwar bei den Großeltern.

Selbstverständlich kann und sollte jeder junge Mensch unabhängig von seinem Elternhaus wissen, dass man keinen Müll auf den Boden wirft. „Das gehört sich nicht“, hätte man früher gesagt und man sollte es wieder verstärkt sagen. Die Menschen auf unserer Welt sind von der Umgebung, in der sie großgeworden sind, geprägt worden. Wenn schon die Eltern den Müll einfach irgendwo hinwerfen, woher soll es das Kind besser wissen.

Wir sollten gemeinsam, unabhängig von der Altersgruppe, keinen Müll einfach auf den Boden werfen, sondern Mülleimer benutzen und wenn es nicht anders geht, den Müll so lange bei uns behalten, bis wir ihn ordnungsgemäß entsorgen können. Uns wurde nur eine Welt geschenkt und wir sind verdammt nochmal dazu verpflichtet, sie wertzuschätzen und mit Respekt zu behandeln.

Das sei zum Abschluss noch erlaubt: „Fragt sich wer die Vorbilder der Jugend sind? Bestimmte Deutsch-Rapper vielleicht?“, wurde in dem Meinungsbeitrag gefragt. Es gab mal Zeiten, da waren die Eltern Vorbilder unserer Jugend. Ohne mir anmaßen sagen zu wollen, dass dies in Teilen heute nicht mehr so ist, müssen sich jene Menschen, die Kinder auf diese Welt setzen, im Klaren sein, dass sie eine Vorbildfunktion haben. Sie prägen ihr Kind und das sollten Eltern niemals vergessen.

Ob Deutsch-Rapper die Vorbilder der Jugend in Deutschland sind, lasse ich mal dahingestellt. Obwohl sicherlich viele junge Menschen gerne teure Autos fahren würden und sich auch der Sprache, die in diesen Liedern vorkommen, gerne bedienen. Auch wenn ich mit 22 Lebensjahren nicht mehr zur eigentlichen Jugend gehöre, kann ich sagen, dass ich mit Deutsch-Rap nicht viel anfangen kann. Ich höre lieber Popmusik, K-Pop, Oldies oder Country-Musik.

Ich bin sicherlich in manchen Bereichen kein „typischer“ junger Erwachsener, aber es zeigt doch die Vielfalt unserer Altersgruppe. Wir sind nicht alle gleich und das würde ich auch niemals Erwachsenen oder unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern unterstellen.

Trotz aller Probleme in unserer Gesellschaft, sollten wir optimistisch in die Zukunft blicken; auch wenn es in diesen Tagen schwierig ist. Die Eltern und Großeltern sollten nicht nur das Materielle als Erbe an ihre Kinder sehen, sondern durch ihre Erziehung und Prägung hinterlassen sie ihr Kind als Erbe auf dieser Welt. Wenn wir uns gemeinsam anstrengen, Fehler der Vergangenheit und Gegenwart erkennen und alle etwas vorbildlicher verhalten, liegt bald kein Müll mehr in der Landschaft. Davon bin ich überzeugt und es lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Veröffentlicht in Pressemitteilung
am 20.10.2021 von Jusos Speyer

Als Vorsitzender des Jusos-Stadtverbands Speyer nehme ich zur beginnenden Unterschriftensammlung der Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau Stellung.

Das jetzige Vorgehen der Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau ist eine Farce und eine Geringschätzung gegenüber den gewählten Stadträtinnen und Stadträten unserer Stadt.

Im Jahr 2019 hat die sozialdemokratische Stadtratsfraktion einen Prüfantrag für eine mögliche Bewerbung für die Landesgartenschau 2026 gestellt, welcher nach eingehender Prüfung dazu führt, dass sich eine Mehrheit des Stadtrates für eine Bewerbung der Stadt Speyer votierte. Dies wurde durch den Stadtratsbeschluss im September dieses Jahres noch einmal durch eine große Mehrheit bestätigt.

Die Bürgerinitiative hatte also genügend Zeit, um eine Unterschriftenliste weit vor dem 15. Oktober zu initiieren. Jetzt, zum letztmöglichen Zeitpunkt, zu meinen, die Oberbürgermeisterin als Chefin der Stadtverwaltung zu bitten, die Bewerbung nicht einzureichen und somit einen gültigen Beschluss des Stadtrates nicht umzusetzen, zeigt eine Geringschätzung gegenüber dem Stadtrat als direktgewähltem Gremium unserer Stadt.

Volker Ziesling, der schon in der Bürgerinitiative Kita Regenbogen mitgemischt hatte und sich gegen den städtischen Förster in mehreren Gremiensitzungen, weniger wegen Inhalten und mehr wegen einer persönlichen Fehde, positionierte, zeigt nun einmal wieder, dass ihm auch eine Wertschätzung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Stadtverwaltung fehlt. Jene arbeiteten mehrere Monate daran, ein Konzept für eine mögliche LGS in Speyer auszuarbeiten. In den mehreren Workshops, welche die Stadtverwaltung für die Ideen und Anregungen der Stadtgesellschaft anbot, waren meines Wissens Herr Ziesling und seine Mitkämpferinnen und Mitkämpfer nicht zu sehen. Es scheint so, als wäre das Posten von Inhalten und Meinungen im Internet wichtiger gewesen als eine konstruktive Mitarbeit sowie Mitgestaltung an einem Großprojekt für unsere Stadt.

Vielleicht würde es den Mitgliedern der Bürgerinitiative guttun, sich eingängig mit den zur Verfügung stehenden Informationen auseinanderzusetzen. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist wichtig, aber es erfordert zum einen genügend Informationen von städtischer Seite und eine Bürgerschaft, welche sich mit den zur Verfügung stehenden Informationen konstruktiv auseinandersetzt. Zudem gibt es einen gewählten Stadtrat, dem wir in einer repräsentativen Demokratie Kompetenzen geben, damit er im Sinne unserer Stadt agiert. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen eine andere Meinung haben als die gewählten Stadträtinnen und Stadträte. Aber Bürgerinitiativen sollten dann schon früher gestartet werden und nicht auf den letzten Drücker.

Veröffentlicht in Allgemein
am 17.04.2021 von Jusos Speyer

Der Jusos-Stadtverband Speyer ergänzt seinen Einkaufsdienst, den er zusammen mit der SPD Speyer ins Leben gerufen hat, um die Hilfe bei der Online-Registrierung für die Impftermine. „Es war mir zum einen als Vorsitzender der Jusos Speyer wichtig, dass wir als junge Menschen die älteren Menschen in der Pandemie besonders unterstützen und zum anderen als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Speyer West und Erlich wichtig, dass in Speyer-West als Stadtteil mit vielen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Angebote zur Unterstützung vorhanden sind. Unser Angebot ergänzen wir nun und freuen uns noch mehr helfen zu können“, so Noah Claus.

 

Wer Hilfe beim Einkauf oder bei der Registrierung bei Impfterminen braucht, kann sich an Noah Claus unter Noah.Claus@spd-speyer.de oder 0176/27064286 wenden.

Veröffentlicht in Pressemitteilung
am 23.12.2020 von Jusos Speyer

Das Verhalten der Kooperationsfraktionen in der Stadtratssitzung vom 17. Dezember zur Bestätigung der von der Verwaltung präferierten Nachbesetzung ist eine Farce. Dr. Wilke sollte als studierter Jurist wissen, dass es datenschutzrechtlich bedenklich ist, wenn alle Stadträtinnen und Stadträte in das Bewerbungsverfahren einbezogen werden. Der Bruch der Verschwiegenheitspflicht durch ein Mitglied des Stadtrates, lässt den Vorschlag zudem an seine Grenzen stoßen und zeigt, wie wichtig es ist, dass das Auswahlverfahren genau so läuft, wie es die geltende Rechtslage vorsieht. Das tat es nämlich und ist deshalb auch nicht zu beanstanden.

Das sich ausgerechnet die CDU-Stadtratsfraktion über das Verfahren beschwert, ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten, stellte sie doch von 1995 bis 2018 die Oberbürgermeister unserer Stadt. In dieser Zeit fand bei Auswahlverfahren genau dieses Prozedere Anwendung. Die Positionen, wie die der nun vakant gewordenen Leitung des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bauen, wurden so besetzt. Man kann sich dem Eindruck nicht erwehren, dass nun plötzlich das traditionelle Verfahren nun nur deshalb kritisiert wird, weil die SPD die Oberbürgermeisterin stellt. Das hat nichts mit einer guten Zusammenarbeit und Vertrauen in die Verwaltungsabläufe zu tun, was die Kooperationsfraktionen erklärten, sondern dies ist einfach nur schlechter Stil.

Die Verwaltung hat anhand des Auswahlverfahrens die beste Bewerberin im Bewerberfeld ausgewählt, um die Fachbereichsleitung zu übernehmen. In einer Videokonferenz konnten sich die Fraktionsvorsitzenden und die Mitglieder des Personalausschusses ein Bild von ihr machen. Dass die Bewerberin dort die Mehrheit nicht überzeugen konnte und folglich weder im Personalausschuss noch im Stadtrat Zustimmung fand, ist bedauerlich, ändert aber nichts an der korrekten Durchführung des Verfahrens. Die Konsequenz ist daraus: die Verwaltung muss ein neues Bewerbungsverfahren einleiten. Hier sei nochmals darauf hingewiesen, dass ein Mitglied des Stadtrates im Vorfeld den jetzigen Arbeitgeber telefonisch über Informationen zur Bewerberin befragt hatte. Es ist ein beschämender Vorgang, dass man mit Informationen, die man als Ratsmitglied vertraulich erhalten hat, so verwerflich umgegangen ist. Fraglich ist, auf welcher Vertrauensbasis, künftige Bewerberinnen und Bewerber ihre Unterlagen bei der Verwaltung einreichen. Nicht einmal die Verletzung der Privatsphäre konnte die Mehrheit des Stadtrates dazu bewegen, der unrechtmäßig offengelegten Bewerbung zuzustimmen.

Das Mitglied, welches gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen hat, sollte das Stadtratsmandat unverzüglich niederlegen, um die Integrität des Stadtrates nachhaltig sicherzustellen. Solche Fehlverhaltensweisen sind nicht zu verzeihen und müssen Konsequenzen nach sich ziehen.

Veröffentlicht in Aktuell
am 07.11.2020 von Jusos Speyer

Wir gratulieren dem neuen President-elect und seinem Team! Wir wünschen Joe Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris viel Kraft und Energie für die anstehenden Aufgaben. Es gilt ein gespaltenes Land zu einen und endlich die Pandemiebekämpfung zu beginnen. Es sind bereits zu viele unserer amerikanischen Freunde gestorben.

Wir erhoffen uns durch Joe Biden eine bessere transatlantische Beziehung und ein Miteinander auf Augenhöhe in freundschaftlicher Atmosphäre.  "Es ist ein großartiger Tag für die USA, das transatlantische Bündnis und die ganze Welt. Endlich gibt es wieder ein progressives Team an der Spitze der Exekutive in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ich blicke voller Hoffnung und Zuversicht auf die neue Administration, die ab dem 20.01.2021 im Weißen Haus regieren wird", so Noah H. Claus, Vorsitzender der Jusos Stadtverband Speyer. 

Zum amtierenden Präsidenten Donald J. Trump verlieren wir an dieser Stelle keine großen Worte. In einer Niederlage zeigt sich bekanntlich die wahre Größe.

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